Familie Michael Schwager aus Ötisheim

 
Michael
Schwager
* 17.06.1765 Kieselbronn
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Regina Elisabetha
Spilmann
* 1763 Ötisheim
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† 10.02.1843 Ötisheim
oo 06.11.1787 Ötisheim
Regine Elisabetha
Schwager
* 1788 Ötisheim
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† 21.04.1829 Ötisheim
Johann Michael
Schwager
* 09.08.1789 Ötisheim
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† 14.08.1861 Ötisheim
Rosina
Schwager
* 11.01.1793 Ötisheim
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Andreas
Schwager
* 09.06.1794 Ötisheim
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Maria Margaretha
Schwager
* 03.03.1794 Ötisheim
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Martin
Schwager
* 22.11.1796 Ötisheim
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Mathhaeus
Schwager
* 09.11.1798 Ötisheim
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Heinrich
Gegner
* 13.03.1807 Ötisheim
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† 02.04.1881 Ötisheim
Gottliebin
Schwager
* 20.03.1806 Ötisheim
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† 12.12.1870 Ötisheim
oo 18.05.1835 Ötisheim
Großherzogliches Hochpreisliches
Finanz Ministerium!
Dürrn A. [Amt] des Landamt Pforzheim
den 5ten Merz 1814.
Mathias Enzel [oder Engel] von da bittet gehorsamst
ihm die angesetzte 20 fl [Gulden] Strafe gnädigst
nachzulassen, die ihm wegen dem Falsch-
münzer Michael Schwager von Öthisheim
aus der Ursache angesetzt worden, weil
derselbe, Michael, um seine Tochter zu
besuchen, [...] in seinem
Haus gewesen.
Die Tochter des Schwagers von Othisheim ist ein 3/4 Jahr bey mir
im Dienst gestanden, in welcher Zeit ihr Vatter öfters
nach Dürrn gekommen, und in Abwesenheit dieselbe besucht
hat, ist auch damalen noch nicht zu Haus gewesen, bey aller Nach-
forschung aber nicht betretten.
Dieses geschah aber alles vor dieser Zeit ehe die Falschmünzery
angegeben, denn seine Tochter kame schon auf Weihnahen [Weihnachten]
1812 bey mir außer Dienst, und das Falschmünzery Complot wurd
im Frühjahr 1813 entdekt.
Von dieser Zeit an, als seine Tochter von mir weggewesen
hat sich auch der Vatter derselben Falschmünzer Schwager von
Othisheim, nicht mehr bey mir sehen laßen.
Denn bißher, wo er seine Tochter in meiner Behausung
gesucht, und sie oft zur Arbeit berufen...
... [habe] ich, wegen seiner Tochter nicht abweisen mögen, ware
aber die Ursache, daß ich dieselbe, ohnerachtet ich
mit ihren Geschäfften zufrieden gewesen seyn bin,
Weyhnachten 1812 aus meinem Dienst entließ.
Es ist zwar jedem Jedermann bewußt gewe-
sen, daß Schwager> vor mehreren Jahren als
Goldmünzer im Württembergischen, in Verdächtiger
Ahndung, und er seine Strafe auf dem Hohenasperg sitzen müßen
[....] daß weder auf derselben, noch geahndet, und überhaupt
kein Stand bey seinen Buben u. Gesellen, welches das
damals noch Württembergisch Garnisonsbataillon, nicht
aufgehoben hier bey seiner Niederkunft im [Ort?] eingekehrt
und im Wirthshaus Michael übernachtet; wo ihn die hiesigen
Vorgesetzten selbst oft gesehen haben.
Als nun die Falschmünzerey des Schwagers, und seines Com-
plotts entdekt wurde, und das Großh. Landamt bey der
Untersuchung hauptsächlich darauf vigilirte in welchen
Häußer dieselben, ein und ausgegangen, so wurde auch ich
angegeben, und nach genauer Visitaizon vorgenommen
sowohl im ganzen Hauß visitirt, es wurde aber Nichts,
weder Verdächtiges, bey mir gefunden.
Dessen ohngeachtet wurd ich um 20 fl gestraft,
Da ich in der letztern Zeit den Schwager nicht mehr in
meinem Haus gesehen; und auch in Ansehung der Falsch-
münzerey Geschichte Nichts wuste, wobey bin
überzeugt auch in keinem Schein Verdacht u. Mißtrauen [zu]
stehen, welches mir die Vorgesetzte werden bezeugen.
... so bat ich bey der Großh.KreisDirektion um Nachlaß
dieser mir zuerkannten Strafe; meine Bitte fand aber
kein Gehör, und ich soll wirkl. zur Zahlung angehalten
werden, und weil keinen Weeg dieses Geld aufzutreiben,
weil alles was ich an Vermögen hatte im Brande hin, schuldig
der Herrschaft an den fast unerschwinglichen Kriegs-
Lasten zahlen muß, und mich mein einzig erwachsener Sohn
der zur Last liegt, mich ebenfalls elend gedrückt hat, und
noch täglich kostet, auch meine andere 4 Kinder auzuziehen [aufzuziehen]
sind, daß ich leidig mit fremden Leuten meine
Geschäfften eingehen muß.
In dieser meiner betrübten Lage, wende ich mich
nun an Ein Großherzoglich Hochpreisliches Finanz
Ministerium, und bitte unterthänigst mich und meine
Kinder gnädigst in Schutz zu nehmen, und da
Falschmünzer Geschichte unschuldig befunden
die angesetzte Strafe gnädigst nachzulassen.
unterthänigster
Mathias Engel
PFORZHEIM
11. MERZ
An
Großherzoglich Hochpreisliches
Finanz Ministerium
Direction
Carlsruhe
Finanz-Ministerium
Erstes Departement
Karlsruhe den 21ten März 1814.
Exhib. No. 1272
Resol. No. 1326
Vorstellung mit Bitte des Matthias Engel zu
Dürrn um Nachlaß einer ihm angesetzten Polizey
Strafe ad 20 fl.
Bescheid
Num. 1272 zum Bericht ans Minist.
des Innern Directorium
/ ad. act. /